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In den letzten Jahren habe die Schülerzahl jedoch deutlich abgenommen. So besuchten 2012 insgesamt 184 Schüler die beiden Zweige. Sie soll dem Kreisausschuss und dem Kreistag vorbehalten bleiben.
Hinzu kommt, dass mit den derzeitigen Anmeldungen die Mindestschülerzahl von 16 noch nicht erreicht ist. Sollten zu den oben genannten Anmeldungen keine weiteren hinzukommen, so würden im kommenden Schuljahr lediglich sechs Schülerinnen und Schüler die Hotelfachschule besuchen. Davon befinden sich neun Schülerinnen und Schüler in der dreijährigen Berufsfachschule und insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler in der zweijährigen Berufsfachschule. Die Berufsfachschule besuchen derzeit insgesamt 22 Schülerinnen und Schüler. Um diesem Rückgang etwas entgegenzuwirken, wurde die dreijährige Berufsfachschule für Assistenten für Hotel- und Tourismusmanagement eingeführt. Gründe dafür liegen zum einen im schulischen Bereich durch den Wegfall der Halbjahresklassen bei der Hotelfachschule und die Aufnahme im Wechsel mit der Hotelfachschule in Bad Kissingen.
Hotelfachschule u. Berufsfachschule für Hotelmanagement
Hier aber leiste sich der Landkreis eine freiwillige Aufgabe, für die jede Gemeinde über die Kreisumlage einen hohen Beitrag zahle. Das halte nicht nur eventuelle neue Schüler ab, sondern erschwere zudem Gespräche mit der Regierung über die Einrichtung anderer Schulen oder über andere Träger. Landrat Hermann Hübner (CSU) verhehlte zwar die Probleme mit der Schule nicht, warnte aber angesichts der Außenwirkung vor einer diesbezüglichen Diskussion zur Unzeit. Zusätzliche Standortvorteile wären der nahe Bahnhof, genügend Parkplätze sowie die hochwertige gastronomische Ausstattung für Empfänge oder Ausstellungen.
Die Branche der Chancen
Zum geplanten Ausbau des Landratsamtes in Bayreuth sagte Wiedemann, Ende 2018 habe die Mitarbeiterzahl im Hauptgebäude 295 betragen, aktuell seien es 364. "Wichtig ist, dass der Trend bei den Schülerzahlen nach oben geht – auch für das Schuljahr 2022", betonte Wiedemann. Weitere Werbemaßnahmen mit Plakaten und Videos seien geplant. Die Oberfranken-Stiftung habe dafür Fördermittel zugesagt.
Das endgültige Aus für Schule im Kreis Bayreuth steht fest: „Eine brisante, weitreichende Entscheidung“
- Seit ihrer Gründung im Jahre 1990 gilt die kommunale Hotelfachschule Pegnitz als größte gastgewerbliche Fachschule Bayerns.
- Von Seiten der Hotelfachschule Pegnitz sind Schulleiter Länger, Sandra Wiesent und Toni Gervasio dabei, von der Berufsfachschule Pegnitz Dawid Eckert sowie Renate Kaiser.
- In zwei Jahren folgt eine Evaluierung.“ Dieses Beschluss wurde mit acht Stimmen dafür und fünf Stimmen dagegen entschieden.
Juni über die Hotelfachschule beraten und eine Empfehlung an den Kreistag beschließen. Die Hotelfachschule solle trotz der alarmierenden Zahlen eine Chance bekommen, so die Ansicht von Franc Dierl (CSU), Thomas Appel (Grüne) und Andreas Opel (Junge Liste) in der Sitzung des Kulturausschusses. Sollten keine weiteren Anmeldungen hinzukommen, so würde die Schülerzahl im neuen Schuljahr in der Hotelfachschule mit Fachstufe dann 16 Schüler und bei der Berufsfachschule für Hotelmanagement mit Fachstufe 19 Schüler betragen. An der Berufsfachschule werden aktuell noch 24 Schüler unterrichtet. Hinsichtlich des verbleibenden Personals, müssten bei einer vorzeitigen Komplettschließung sozialverträgliche beziehungsweise anderweitige Einsatzmöglichkeiten gefunden werden.
Bei der Debatte um die Schließung der Hotelfachschule ist im Bayreuther Kreistag die Option aufgekommen, dass in den leer werdenden Räumen die Bayerische Verwaltungsschule unterkommen könnte. Zum Thema Hotelfachschule liegen den beiden Ausschüssen auch noch drei Anträge aus den Reihen der Kreisräte vor. Zudem nähmen die Schulgeldeinnahmen bei der Hotelfachschule weiter ab.
Aktuelle Meldungen
So sollen die Studiengänge um das Fachgebiet Housekeeping erweitert werden. Außerdem seien die bisherigen Marketingbemühungen der Schule nicht ausreichend gewesen. Es müsse verstärkt auf freiberufliche Dozenten zurückgegriffen werden, um Personalkosten zu senken, heißt es in dem Antrag weiter. Die CSU fordert ein Sanierungskonzept mit einer Neubewertung der Lehrinhalte, des Lehrkörpers und eines neuen Leitungskonzepts. Zwar seien bereits die Zugangsvoraussetzungen und die Ausrichtung der Schule geändert worden, aber dies seit für das laufende Schuljahr zu kurzfristig gewesen.
Es hätten genauso gut die Ausreißer der anderen Parteien oder die nicht anwesenden Kreisräte entscheidend sein können, so Nierhoff. „Über eine etwaige Nachnutzung des Gebäudes in Verbindung mit einer Außenstelle des Landratsamtes wird zu gegebener Zeit diskutiert beziehungsweise entschieden werden“, so die Landkreis-Pressestelle auf Nachfrage der Redaktion. Die Möglichkeit, eine Außenstelle des Landratsamts dort unterzubringen, wie es die FWG beantragt hat, werde wohl in einer der nächsten Sitzungen des Bayreuther Kreistags behandelt, vermutet Nierhoff. „Die schlechten Zahlen gibt es seit 2017“, so der Bürgermeister und verweist auf die rückläufigen Anmeldezahlen, die es auch in anderen Ausbildungsberufen wie der Pflege oder bei Erziehern gibt. Der Bürgermeister sagt, er sei schon in Gesprächen mit einem Hotelbauer, der bereit wäre, im Umfeld der Schule ein Hotel zu bauen. Ende Juli sollen weitere Gespräche geführt werden.
Einen klaren Appell richtete kurz vor der Abstimmung dann noch Andreas Opel (JL), für viele ein Begriff durch Opel’s Stadtcafe, welches Anfang des Jahres seine Türen in Bayreuth schloss, ans Gremium. Mir bleibt heute mit dem allergrößten Bedauern nur übrig, gegen den Erhalt zu stimmen.“ Ich darf sie bitten, für die Erhalt der Schule zu stimmen.“ Die gleichen Leute, die vor zwei Jahren für diese Entscheidungsfrist gestimmt haben, sagen jetzt wieder, dass wir nochmal zwei Jahre machen sollten“, so Frühbeißer.
Für Hochschulen
"Die praktische Erfahrung und das theoretische Wissen der Hotelfachschüler ist bei Arbeitgebern gefragt", sagt Marcel Krems. "Die Hotelfachschule hat einen langfristigen Mehrwert", findet Krems. Er kann zwar die Diskussionen über eine eventuelle Schließung wegen der geringen Schülerzahlen und dem finanziellen Minus nachvollziehen, aber er findet, dass die Hotelfachschule eine Bereicherung für die Region sei. Zudem sinken die Schulgeldeinnahmen bei der Hotelfachschule weiter ab, heißt es.
Die Stimmung sei gut gewesen und persönliche Kontakte geknüpft worden. Die Lehrkräfte des fachpraktischen Unterrichts hatten dies zusammen mit den Schülern vorbereitet. Unter anderem wurden die rund 45 Gäste bewirtet. Alle hauptamtlichen Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler – sofern sie nicht gerade in Isolation oder wegen eines Arbeitsverhältnisses befreit waren – legten sich bei der Hotelfachschule Pegnitz Veranstaltung ins Zeug.